Kurioses aus North Wales: Das Dorf mit dem längsten Namen der Welt …


… zumindest wird es so erzählt! Den Touristenscharen macht es Spaß und den Geschäftsleuten wohl auch.

Zwischen Zugbahnhof und einem riesigen Shop befindet sich ein großer Platz für die Touristenbusse, die im Laufe des Tages Hunderte von Schaulustigen herankarren. Ähm, ich habe sie nicht gezählt  😉

Genaugenommen gibt es nicht wirklich viel zu sehen. Ein Geniestreich desjenigen, der diesen Namen erfunden hat. Denn dieser längste Name der Welt wurde tatsächlich eigens für das Dorf erfunden,  um es zu beleben … gelungen!

Hier zunächst der Bahnhof, anschließend das Schild am riesigen Shop:

Bahnhof im Dorf mit dem längstem Namen (North Wales)

Man stelle sich nur vor, man müsste ein Zugticket hin zu diesem Bahnhof kaufen …

 

Shop

Auch die englische Übersetzung fordert einiges an Konzentrationsvermögen!

 

Habt eine gute Woche, liebe Grüße von eurer Holda Stern!

WALES


Weites, wunderbares Wales

Nachdem wir voriges Jahr die Yorkshire Moors erkundet und im Jahr davor Schottland bereist haben, zog es uns nunmehr Richtung Wales, in den äußersten Norden, hart an der Grenze zu Anglesey.  Snowdonias Berge thronten erhaben in der Ferne.
Mit der Dampflok ging es an einem Tag hinauf zur Spitze des höchsten Berges, Snowdon, 1085 m hoch. Leider war die Spitze selbst in Wolken gehüllt. Der Sturm peitschte uns den Regen ins Gesicht, als wir oben ankamen. Meine Männer sind gleich den fünfminütigen Bergpfad zur Spitze hinaufgeklettert, während ich in dem großzügig bemessenen Shop einen heißen Kaffee genossen habe. Mein Becher war allerdings noch nicht zur Gänze leer, als der Regen sich einen Moment verzog. Ich beschloss, doch noch hinaufzusteigen gemeinsam mit meinem jüngsten, jedoch schon erwachsenen Sohn. Es blieb noch eine Viertelstunde Zeit bis zur Abfahrt, wir mussten uns eilen.

Der Sturm war nach wie vor heftig. Es war schon ein Stückchen Akrobatik vonnöten, um einhändig den schmalen, nassen Bergpfad hinauf und wieder hinab zu klettern, nun ja, eher kriechen, sich vorwärts kämpfen. Aber der Becher Kaffee wärmte die jeweils freie Hand. Das machte das Ganze weitaus angenehmer.

Zudem bin ich das Klettern auf schmalem Grat gewöhnt, –  wenngleich in meiner Kindheit die Felswand unter uns nur cirka drei Meter hoch war.  Als Kinder liebten wir es in einem stillgelegten Steinbruch zu klettern, natürlich war es verboten, dennoch hat dieses „Training“ mir vor Jahren das Leben gerettet, als wir im Schwarzwald einen schmalen Pfad entlang eines Abgrundes entlang wandern mussten. Dieser Pfad gab plötzlich unter mir nach, und ich baumelte erstmal zwischen Himmel und Erde.  Alles halb so wild für mich. Ich war schon immer schwer zu beeindrucken.  🙂

Mit einem Siegergefühl und pünktlich wie eine Eins kam ich nach kurzer Zeit wieder beim wartenden Zug an, noch den letzten Schluck Kaffee, und schon ging es wieder talwärts in die sonnenbeschienene Ebene am Fuße des Snowdon hinab.

 

Natürlich haben wir nicht nur Abenteuerurlaub gemacht. Im Grunde waren die zwei Wochen eher beschaulich und lehrreich.

Auf dem Programm standen etliche Gärten, mittelalterliche Städtchen und ehrwürdige Burgen und Schlösser:

Gleich bei Ankunft mit der Fähre mein geliebter „Beth Chatto“ Garten, anschließend auf der Durchreise „Stratford Upon Avon“ (Geburtsort Shakespeare’s – das hochmodern inszenierte Theaterstück am Abend hatte es in sich – blutrünstig – ein amerikanischer Actionfilm bietet weniger Tote!).
In North Wales selbst besuchten wir die Burgen Beaumaris, Conwy und Caernafon, die Kentwell Hall und noch ein Plas, deren Namen ich leider vergessen habe. Einige Gärtnereien bieten außer kleinen Blumenparks auch noch Kaffee und Kuchen.

Parks und Gärten mit den dazugehörigen Gutshäusern oder Schlössern gibt es hier an jeder Ecke, ich nenne hier mal zwei: Der „Bodnant Garden“ ist der Größte, heißt es, aber der „Hidden Garden“ war in meinen Augen der Schönste.

Dann gibt es natürlich noch das Dorf mit dem längsten Namen der Welt. Mehr braucht es nicht, um berühmt zu werden und Touristen anzuziehen. Dazu mehr im nächsten Beitrag.

So, nun ist es Zeit für einige Bilder. Ich möchte euch hier die Aufnahmen vorstellen, die ich selbst am Schönsten empfinde.

Liebe Grüße, eure Holda Stern – Sabina

 

Landkarte Wales

CYMRU – Wales – Das Wahrzeichen des Roten Drachens

Beaumaris

Beaumaris – Erhaben und stolz

Blattstruktur

Blattstrukturen, die mein Malerherz höher schlagen lassen

Bodnant gardens

Grün in Grün – herrlich, diese Komposition!

Bodnant Gardens' Roses and Mountains Snowdonia

Sehnsucht pur – Rote und weiße Rosen und in der Ferne die Snowdonia-Berge

Bodnant Gardens, Widerspiegelung in Blau

Widerspiegelung in Blau – dieses Motiv hat mich tief berührt – pures Glück es sehen zu dürfen.

Conwy, Wales Jammernde Möwe

Auf den Zinnen der Conwy Burg jammerte eine junge Möwe, wagte nicht sich dem Wind preiszugeben …

Hexe im Wald Essex

Hexhex! Vielleicht sehe ich so in einigen hundert Jahren aus, hihihi …

Hidden Gardens, Wales, Tellerhortensie

Fragile Schönheit …

Hidden Gardens, Wales

Verborgener Brunnen in den „Hidden Gardens“ … ein wahrhaft romantisches Schauspiel

Rattenfänger von Hameln auf Englische Art

Rattenfänger von Hameln auf Englische Art

rote Malve Wales

Tiefrote Malven, ist das möglich?

Kentwell Hall, Wales

Stilleben in Kentwell Hall … beschaulich

 

YOGAPFAD und das EVANGELIUM


Ein Widerspruch in sich sollte man meinen und ist es doch nicht. Vorausgesetzt der Leser bleibt nicht in festgefahrenen Deutungen hängen. Vorausgesetzt man blickt in die Tiefen der Schriften und Lehren. Das gilt nicht nur für den Yogapfad oder die Lehre der Evangelien, es gilt für alle ernst zu nehmenden, die gesamte Schöpfung ehrenden Glaubensrichtungen.

Zur Zeit lese ich mich durch Yoga-Bücher hindurch. Ein Autor ist mir aufgefallen in der Reihe der vielen Werke: Ralph Skuban. Von ihm lese ich zur Zeit: „Das Thomas Evangelium“, ein Evangelium, das vor fast zwei Jahrtausenden durch die damalige Christenkirche verworfen wurde wie etliche andere „Evangelien“ auch.

Zu Recht oder zu Unrecht, darüber kann man lange diskutieren. Verwerflich ist hauptsächlich die Tatsache, dass die vier übriggebliebenen Evangelien dazu gedient haben, kirchliche Macht aufzubauen sowie Angst und Schrecken zu verbreiten, obwohl sie in Wirklichkeit nicht nur literarische Perlen sind, sondern auch unermesslich wichtiges Lehrgut enthalten.

So auch das Thomas Evangelium. Eine kleine Schrift. Sie enthält in konzentrierter Weise die Lehre Jesu. Thomas Skuban deutet und kommentiert sie, indem er Yeshuas Logions, also Zitate Jesu, vergleicht mit Versen aus den verschiedenen Schriften, die den Yogaweg hervorgebracht haben, mit Versen aus dem Buddhismus, dem Zen, oder auch aus den anderen vier Evangelien usw.

Lange Rede, kurzer Sinn. In diesem Beitrag wollte ich euch zwei Abschnitte aus dem Buch niederschreiben, die ich in meinem Leben nicht mehr missen möchte!

Den ersten Abschnitt finden wir im Kommentar zu Logion 58, Seite 118, Das Thomas Evangelium, Ralph Skuban, Aquamarin Verlag, 2014:

„Im Buddhismus ist das Mitgefühl die Kraft, die dafür sorgt, dass verwirklichte Wesen auf ein Sein in körperloser Glückseligkeit verzichten. Sie legen ein Gelübde ab, Bodhisattvas zu werden, also so lange immer wieder zu inkarnieren, bis alle Wesen vollständig vom Leid befreit worden sind.“

Warum dieser Satz mir ein perfektes Aha-Erlebnis beschert hat?

Im Laufe meines Lebens habe ich viele Menschen sagen hören, sie würden gerne wiedergeboren werden. Ich habe eine Wiedergeburt stets vehement verneint. Alles nochmal von vorn? Die Kindheit und Jugend? Schule und Studium? Berufsleben kombinieren (oder, nach einem Umzug, jahrelang nicht kombinieren können) mit dreifacher Mutterschaft? Nein! Definitiv nein! Auch wenn ich mich im Hier und Heute wohlfühle. Mal von Rücken- und Fußschmerzen abgesehen, bin ich zufrieden mit dem was ich bin und habe. Jedoch alles von Neuem erleben, nein!

Die Idee jedoch wiedergeboren zu werden mit dem Sinn und Zweck, dass ich dazu beitragen könnte, die „Wesen vom Leid zu befreien“, das erscheint mir sinnvoll!               Da verzichte ich gerne auf das „Sein in körperloser Glückseligkeit“, oder christlich formuliert das „Paradies“, sofern es dieses Leben nach dem Tode überhaupt gibt.

Mir fällt gerade ein, ich könnte mich bereits in einem solchen wiedergeborenen Leben befinden! Spannender Gedanke …

 

Den zweiten Abschnitt finden wir im Kommentar zu Logion 59, Seite 121, Das Thomas Evangelium, Ralph Skuban, Aquamarin Verlag, 2014:

„Wenn wir keinen Ort haben, zu ruhen, wenn wir nicht in die innere Stille gehen, dann sind wir so unfrei und so tot wie das Lamm, das zur Schlachtbank getragen wird. Nicht Lämmer sollen wir sein, sondern autonome Wesen, wissend um unsere Christus-Natur.“

So befreiend dieser Satz! Er sagt uns auf den Kopf zu, dass wir die Christus-Natur besitzen. Nein, nicht erst erlangen müssen, sondern besitzen, von Beginn an. An anderer Stelle schreibt Ralph Skuban, „der Körper habe keine Seele, sondern die Seele besitze einen Körper“ für die Zeit unseres physischen Erdenlebens.

Ich verstehe das so, dass der Körper eine Art Hülle, ja sogar ein Schutz ist, die Bibel nennt ihn „Tempel“, ein heiliges Haus. Also nicht wertlos: Wir sollen unsern Körper weder verachten noch glorifizieren. Gut und vernünftig für ihn sorgen, damit die Seele ihre ihr zugedachte Arbeit tun kann. Der Buddhist gibt als Leitfaden: „Alle Wesen vom Leid befreien“. Christen formulieren das gleiche Prinzip so: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ Der „Nächste“ ist in meinen Augen der Mensch, das Tier, die Pflanze, der/dem ich jetzt, in diesem Augenblick begegne.

 

So, das hat mich in den Fingern gejuckt, das musste ich hier loswerden, das hat mich wie eine kühlende, belebende Woge überrollt … ich hoffe, die Lektüre bringt euch weiter im Leben … vielleicht Zufriedenheit, Zukunftsperspektive …

Ich wünsche euch allen einen guten Tag, sorgt gut für eure Seele und angemessen für euren Körper!

Viel trinken bei der Hitze  ♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥

Eure Holda Stern

 

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Leichtigkeit des Seins …

Botanischer Garten in Frankfurt am Main


Voriges Wochenende waren wir in Frankfurt am Main unterwegs, eine Stadt, deren Atmosphäre ich zusehends liebgewinne … die Menschen besitzen ein heiteres Gemüt, wir werden überall freundlich bedient und das Museum (diesmal Magritte-Ausstellung – ein Landsmann von mir) ist gerade groß genug, um viel her zu zeigen und gleichzeitig ermüde ich nicht im Übermaß, weil es eben eine – nennen wir’s – gemäßigte Größe hat.

Nachdem wir die letzten Male den „Palmengarten“ durchstreift haben, wollten wir den „Botanischen Garten“ sowie den „Chinesischen und Koreanischen Garten“ erkunden. Letzterer war leider wegen eines Brandes im Pavillon geschlossen, dieser steht also für nächstes Mal wieder auf dem Programm.

Natürlich habe ich fleißig Eindrücke gesammelt, diesmal als Tatwaffe mein Smartphone. Mein Fotoapparat zeigt Alterserscheinungen, der Accu vom Handy hinüber … so haben wir uns desletzt eines dieser Mini-Computer geleistet. W-Lan leistet vorzügliche Dienste, ich kann „aufs Internet“ ohne den PC anmachen zu müssen. Ist doch toll, oder?

Nun zurück in den herrlichen Botanischen Garten:

 

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… vom Winde verweht … in meiner Lieblingsfarbe …

 

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Lampenputzer?

 

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Extraterrestrisch …

 

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Lichtnelken … luftig und leicht …

 

 

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Einblick und Durchblick behalten … philosophische Gedanken im Chinesischen Garten …

 

Kurzum, der Besuch hat sich gelohnt … wir besuchen gerne wieder die Stadt am Main! Einen Dank an all die Menschen, die so liebenswürdig und freundlich waren und uns auf diese Weise eine wunderbare Zeit dort ermöglicht haben!

Einen sonntäglichen Gruß an all meine (Blog)freundInnen, jetzt wage ich mich wieder hinaus in die Hitze, eure Holda Stern!

Vom Malen und Übermalen …


Wie die Zeit vergeht! Letztes Jahr (oder doch schon vorletztes?) habe ich dieses Acrylbild gemalt:

colour in town

please, give my town some colour …

 

Nun ja, die Idee war gut, die Umsetzung hmmm … ich bin Anfänger, das wird noch … und manchmal wird es – ganz ohne Anfängerglück – auch richtig gut. So wie das zweite Bild, das ich euch gerne herzeige. Ich habe einfach das erste Bild übermalt, und es hat mir nicht einmal Leid getan. Zum Glück kann ich von allen meinen (Un)werken Fotos machen, da geht nichts mehr verloren im Leben, wenn ich das dann möchte …

 

Wasser - Leben

Wasser schenkt Leben

 

Ein Bild übermalen tut manchmal richtig gut. Ich denke oft: „Das, was damals in mir wohnte, das ist raus, und nun kann Neues her. Es ist wie ein altes, unmodernes Kleid ausmisten und ein neues kaufen, bloß dass ein Bild übermalen eher die sparsame Variante ist 🙂

Mit sonnigen Grüßen, eure Holda Stern – Sabina