Das allererste Gedicht, das ich schrieb … …


 

Blinde Vögel

prallen gegen

die Betonmauern der

Wolkenkratzer.

Federn

schweben hinab

leise, rauschend

sterben

ihre Flügelschwingen.

Erschauernd

bricht ihr Körper zusammen,

stürzt

in den Abgrund aus

Asphalt und

weißen Zebrastreifen.

Hilflos starren Kinderaugen

in die Höhe,

bis

der letzte Schrei

verflogen ist.

Dann

vergraben stumme

Kinderhände

die toten Vögel

unter

einem Kanaldeckel.

 

Holdastern 27.4.1982

4 Gedanken zu “Das allererste Gedicht, das ich schrieb … …

  1. 34 Jahre – schwer und düster.
    Manchmal ist das so. Die Welt ist auch so.
    Gott sei dank nicht nur so.

    Deine Zeilen und Bilder heute sind viel unbeschwerter.
    Auch Worte sind Kinder ihrer Zeit 😉

    Lieben Gruß!

    Gefällt 2 Personen

    1. Tja, die Jugendzeit, lieber Reiner, … da kannte ich noch DEN Weltschmerz … viele meiner Gedichte waren ein SCHREI … und ja, es stimmt, meine Taktik hat sich zum Teil geändert … es gibt so viele, die immer nur das Negative sehen und andere runterziehen … ich glaube unsere Welt heute braucht MUTMACHER. YES-Leute!

      Gefällt 1 Person

    1. Ja, lieber Achim, das ist wahr, unsere Umwelt wird nach wie vor bedroht und teils zerstört … aber hie und da gehen Menschen, sogar PolitikerInnen, neue Wege, Wege in eine gute Zukunft. Daran WILL ich einfach glauben. Und: MUTig meinen Weg weitergehen, trotz allem!

      Liken

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