Saargemünd – Sarreguemines


Ein Tagesausflug brachte uns gestern nach Saargemünd in Frankreich, dort selbst Sarreguemines genannt.

Ab 1870 bis 2007 existierte dort eine große Porzellan- und Keramikmanufaktur. Wie so viele Qualitätshäuser musste sie schließen.

Übrig bleiben zwei lehrreiche, gut hergerichtete Museen sowie ein anliegender Garten, der im wahrsten Sinne des Wortes aus einem Scherbenhaufen erwachsen ist.

Ich habe euch gerne einige Fotos mitgebracht und zeige euch hier die Schmankerl … ach, im Übrigen gibt es dort einige wirklich gute Restaurants, falls jemand sich mal dorthin verirrt.

Mit lieben Grüßen, eure Holda Stern

N.B. Die vorletzte Vase war übrigens mein Favorit!

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Mein Ikigai – der Garten


Vor einiger Zeit bin ich auf das Wort „Ikigai“ gestoßen und begegne ihm immer wieder. Also bin ich auf die Suche gegangen nach diesem neuen, geheimnisvollen Wort. Es gibt inzwischen einige Literatur dazu. Kurz gefasst bedeutet „Ikigai“: Der Grund, der mich dazu führt morgens aufzustehen und meinen täglichen Aufgaben nachzugehen. Das Wort „Ikigai“ hat mich zu dem Wort „Kintsugi“ geführt, eine alte japanische Kunst, Scherben wieder zusammenzufügen und die Risse mit einer goldenen Paste zu füllen …

Doch zurück zum Ikigai. Eines meiner Ikigais ist der Garten. In diesem Frühjahr und Frühsommer konnte ich zum ersten Mal die Früchte der nicht ganz so leichten Arbeit der letzten fünf Jahre genießen. Alles, was irgendwie blühen konnte, hat geblüht. Über und übervoll hingen Büsche, Stauden und Gräser. Das verdanken wir dem langen Regen im Frühjahr! Im Hochsommer lässt das Farbspektakel nach, doch spätestens Mitte August geht es wieder los …

Ich habe mindestens hundert Fotos gemacht in letzter Zeit. Die schönsten präsentiere ich euch gerne hier. Lehnt euch zurück und genießt!

So, das war es für heute. Draußen herrscht Hitze, hier drinnen sind noch 25 Grad. Angenehm, so gerade noch, wenn man nicht bewegen muss. Glücklicherweise habe ich letzte Woche das Haus auf Vordermann gebracht, in weiser Voraussicht.

Morgens, gleich nach dem Aufstehen, rolle ich meine Yogammatte draußen im Halbschatten aus. Dann wird gefrühstückt, etwas im Garten gearbeitet oder auch drinnen. Nach dem Mittag war es heute sogar unter den Bäumen zu heiß. Doch nun, am späten Nachmittag, ruft mein Ikigai, der Garten mich wieder … ich will auch noch etwas Schönes handarbeiten …

Liebe Grüße an euch alle, und wenn ihr mögt, erzählt mir von eurem Ikigai in einem Kommentar! Eure Holda Stern

BLUTMOND


Heute kurz vor 6 Uhr morgens … so hat ihn mein Smartphone- Auge gesehen … eine Offenbarung, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen ist … da fällt mir spontan der ungläubige Thomas ein …

Liebe Grüße von Holda Stern aus dem Saarland

Bald 2019


Das letzte Adventslicht

Das letzte Adventslicht brennt. Still und friedlich ist’s im Raum. Draußen fällt der Nebel.

Frost zieht durch Straßen und Gärten, streut und funkelt und blitzt.

Kristalle im Geäst. Geweißelt die Fenster.

Hier herinnen schau ich den Amarylli zu. Leuchten und Atmen.

Dem Neuen Jahr entgegen.

Alles Gute und Liebe, eure Holda Stern

La Gomera


Eine Insel, die ich schon seit längerem besuchen wollte. Mitte Februar war es soweit. Leider erwischten wir die ärgsten 2 Wochen des gesamten Winters. Sturm, heftiger Regen, eisige Kälte verhinderten etliche Ausflüge in die Anhöhen. Glücklicherweise bekamen wir am Meeresrand nicht soviel davon mit, lediglich etwas Regen und kühlere Temperaturen als man es gemeinhin von den Kanaren kennt.

Für die „kühleren“ Temperaturen war ich persönlich allerdings dankbar. An einem der besseren Tage war mir die Sonne nachmittags schon zu heiß und habe mich in den Innenbereich verzogen bis zur Yogastunde.

Da wir also weitgehend auf die Tagesausflüge in die Berge verzichtet haben, kamen die geführten Wanderungen in der nahen Umgebung des Hotels gerade recht. Es gab Lehrreiches über die Bananenplantagen und deren Geschichte zu entdecken, weiterhin einen botanischen Rundgang im Garten und einen Bio-Garten. Insgesamt habe ich auf diese Weise viel über die Insel und ihren Werdegang gelernt. Hinzu kamen noch zwei Tagesausflüge mit Wanderungen – unter anderem in den märchenhaften Lorbeerwald -, die wir zum Teil zitternd und leicht frierend, heldenhaft über glitschige Pfade schlitternd, überstanden haben.

Auch ist die Insel seit einiger Zeit touristenüberlaufen. Eine Sache, über die ich nicht informiert war, denn sonst hätte ich mich wahrscheinlich doch fern gehalten. Das Personal des Hotels selbst war eindeutig überfordert mit dem Ansturm, da müssten auch die Hotelchefs sich einmal Gedanken machen, ob es denn wirklich notwendig ist, soviele Buchungen zu gestatten. Beziehungsweise sollte zusätzliches Personal eingestellt werden!

Zurück zur Insel selbst und damit zu einigen Bildaufnahmen und zu einem Acrylbild, das schon voriges Frühjahr begonnen wurde und inspiriert durch die gomerische Landschaft endlich glücklich fertiggestellt wurde.

Blühende Gärten
So paradiesisch präsentiert sich der Garten!

 

Gomerischer Kämpfer. Ein Wächter des Lorbeerwaldes vielleicht?

 

Seltsame Giraffen …

 

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Einblick in einen der vielen „Barrancos“. Barrancos sind die zerklüfteten Talschluchten, die von der Mitte der Insel ausgehend sich in die Tiefe schlängeln, bis zum Meer. Reißende Bäche, entstanden durch die Regenfälle auf des Berges Höhen, haben diese Barrancos gebildet. Die Terrassen, die der achtsame Wanderer unschwer erkennen kann, stammen jedoch von alten Plantagen, sind also durch Menschenhand angelegt.

 

Hier ist nun die malerische Zusammenfassung meiner Inselerlebnisse – Den Regen und den Sturm habe ich natürlich außen vor gelassen 🙂

 

Sommer in den Barrancos

 

So, und nun hoffe ich, dass das Frühjahr auch hier bald Einzug hält! Noch zweimal schlafen …

Liebe Grüße an meine lieben BlogfreundInnen und LeserInnen, eure Holda Stern – Sabina

 

 

MALLORCA


Wochenlang grauer Himmel, dann wieder Regen wie aus Eimern geschüttet, da schaue ich mir gern sonnige Urlaubserinnerungen an … wie zum Beispiel die aus dem vorigen Herbsturlaub, kurz, jedoch wohltuend an Leib und Seele. Nicht nur wegen der täglichen Yogakurse oder der Möglichkeit aus den vielen Speisen sich das Leckerste und gleichzeitig wirklich Gesunde herauszupicken:
Abends Fisch und viiiieeel Gemüse. Ein Gläschen Rotwein: Noblesse oblige 🙂  Als Belohnung ein kleines, feines Dessert. Den letzten Kaffee des Tages an der Bar: Sweet as an angel. Black as devil. Hot as hell.
Morgens ein Vollkornbrötchen oder eine Scheibe Schwarzbrot, Obst (beides wie zu Hause), sowie eine Art Frischkäse wie ihn (anscheinend) nur die Spanier kennen. Kaffee? Naja, geht so. Da kann man noch dran arbeiten … immerhin, durchaus trinkbar.

Ein Mallorca-Urlaub hat einiges mehr zu bieten!

Spaziergänge und Wanderungen entlang der Kliffs oder im nahegelegenen Naturpark (bei Portopetro):

Portopetro
Faszinierendes Blau … unwirklich … wie aus einer anderen Welt … ich muss mich kneifen und mir sagen: Dieses Blau ist irdisch!

 

 

Begeistert war ich vom „Botanicactus“, ein botanischer Garten à la Mallorca. Hier seht ihr einige Prachtexemplare der ehrwürdigen Olivenbäume und der Kakteen:

Botanicactus
Baumgesicht … mit Geweih?

Botanicactus
Olivenbaumgeist …

Botanicactus
Die Haut der wehrhaften Giganten …

Botanicactus
Verlockende Frucht

 

 

„La Palma“ wollte ich dieses Mal erkunden, vor allem einmal die Kathedrale sehen, von deren Mandala-Rosettenfenstern soviel erzählt wird. Tatsächlich sind die Farben eine Wucht. Klares Gelb gepaart mir leidenschaftlichem Rot. Blau und Grün, allesamt klare Farbnuancen, die tatsächlich ein besonderes Licht erzeugen. Anders als in den westeuropäischen Kathedralen, deren Rosetten eher ein gedecktes Licht abstrahlen.

La Palma Kathedrale

 

Das Muster erinnerte mich sogleich an das Symbol der „Blume des Lebens“. Ich war erstaunt, es in einer Kathedrale wiederzufinden. Wobei … es gibt etliche Bücher, die sogenannten heidnischen Mustern in christlichen Kathedralen nachgehen … es dürfte mich also nicht mehr wundern …

 

Das nächste Bild zeigt euch einen besonders lauschigen Ort … da würde ich heute liebend gern sitzen und verweilen … es ist dort so still …

Portopetro
„Am Brunnen sitze und spinne ich, und keiner hat mich lieb“ Wer von euch kennt dieses Lied, das die Goldmarie am Brunnen singt? Später springt sie, auf der Suche nach ihrer Spindel, hinein und begegnet nach einiger Zeit der guten Frau Holle … nun wisst ihr, warum mich dieser Ort hier so berührt …

 

Zu guter Letzt ein besonderer Ausschnitt aus dem Hause Miro. Dort hat er viele Jahre gelebt und gemalt und geträumt … seine Bilder kennt die Welt zur Genüge, ob jedoch die vielen Besucher dieses Kleinod an seiner Türschwelle entdecken?

Miro La Palma
Die Botschaft von Weihnachten auch für den ermatteten Esel oder das müde Pferd, das hier vorläufig angebunden wurde, bevor es in den Stall gebracht wurde …

 

Mit dieser (nach)weihnachtlichen Impression möchte ich den Eintrag hier beenden. Noch brennen bei mir die Adventskerzen, die erste wird wohl in einer Woche abgebrannt sein … jedes Mal, wenn ich sie anzünde, denke ich an die diesjährige schöne Weihnachtszeit zurück. Gut, wenn wir ein wenig von diesem Gefühl in den Frühling hinüberretten können!

In diesem Sinne alles Liebe von eurer Holda Stern

Melancholie im Mai


… keine Ahnung wieso, mir war heute Abend nach „Suzanne“ von Leonhard Cohen … und nach Gedicht … kann mir jemand das erklären?

 

Melancholie

im Mai

 

müd und leise

zieht der Schmerz

es fröstelt mir

es hat keinen Namen

ist nur Gefühl

ein Hirngespinst

ein Weh, ein Wehn

ein Lüftchen

ein Duft

Maiglöckchen?

Mimose?


im Mai

Melancholie

 

©Holda Stern 4.Mai 2017

 

Melancholie im Mai