Mein Ikigai – der Garten


Vor einiger Zeit bin ich auf das Wort „Ikigai“ gestoßen und begegne ihm immer wieder. Also bin ich auf die Suche gegangen nach diesem neuen, geheimnisvollen Wort. Es gibt inzwischen einige Literatur dazu. Kurz gefasst bedeutet „Ikigai“: Der Grund, der mich dazu führt morgens aufzustehen und meinen täglichen Aufgaben nachzugehen. Das Wort „Ikigai“ hat mich zu dem Wort „Kintsugi“ geführt, eine alte japanische Kunst, Scherben wieder zusammenzufügen und die Risse mit einer goldenen Paste zu füllen …

Doch zurück zum Ikigai. Eines meiner Ikigais ist der Garten. In diesem Frühjahr und Frühsommer konnte ich zum ersten Mal die Früchte der nicht ganz so leichten Arbeit der letzten fünf Jahre genießen. Alles, was irgendwie blühen konnte, hat geblüht. Über und übervoll hingen Büsche, Stauden und Gräser. Das verdanken wir dem langen Regen im Frühjahr! Im Hochsommer lässt das Farbspektakel nach, doch spätestens Mitte August geht es wieder los …

Ich habe mindestens hundert Fotos gemacht in letzter Zeit. Die schönsten präsentiere ich euch gerne hier. Lehnt euch zurück und genießt!

So, das war es für heute. Draußen herrscht Hitze, hier drinnen sind noch 25 Grad. Angenehm, so gerade noch, wenn man nicht bewegen muss. Glücklicherweise habe ich letzte Woche das Haus auf Vordermann gebracht, in weiser Voraussicht.

Morgens, gleich nach dem Aufstehen, rolle ich meine Yogammatte draußen im Halbschatten aus. Dann wird gefrühstückt, etwas im Garten gearbeitet oder auch drinnen. Nach dem Mittag war es heute sogar unter den Bäumen zu heiß. Doch nun, am späten Nachmittag, ruft mein Ikigai, der Garten mich wieder … ich will auch noch etwas Schönes handarbeiten …

Liebe Grüße an euch alle, und wenn ihr mögt, erzählt mir von eurem Ikigai in einem Kommentar! Eure Holda Stern

WALES


Weites, wunderbares Wales

Nachdem wir voriges Jahr die Yorkshire Moors erkundet und im Jahr davor Schottland bereist haben, zog es uns nunmehr Richtung Wales, in den äußersten Norden, hart an der Grenze zu Anglesey.  Snowdonias Berge thronten erhaben in der Ferne.
Mit der Dampflok ging es an einem Tag hinauf zur Spitze des höchsten Berges, Snowdon, 1085 m hoch. Leider war die Spitze selbst in Wolken gehüllt. Der Sturm peitschte uns den Regen ins Gesicht, als wir oben ankamen. Meine Männer sind gleich den fünfminütigen Bergpfad zur Spitze hinaufgeklettert, während ich in dem großzügig bemessenen Shop einen heißen Kaffee genossen habe. Mein Becher war allerdings noch nicht zur Gänze leer, als der Regen sich einen Moment verzog. Ich beschloss, doch noch hinaufzusteigen gemeinsam mit meinem jüngsten, jedoch schon erwachsenen Sohn. Es blieb noch eine Viertelstunde Zeit bis zur Abfahrt, wir mussten uns eilen.

Der Sturm war nach wie vor heftig. Es war schon ein Stückchen Akrobatik vonnöten, um einhändig den schmalen, nassen Bergpfad hinauf und wieder hinab zu klettern, nun ja, eher kriechen, sich vorwärts kämpfen. Aber der Becher Kaffee wärmte die jeweils freie Hand. Das machte das Ganze weitaus angenehmer.

Zudem bin ich das Klettern auf schmalem Grat gewöhnt, –  wenngleich in meiner Kindheit die Felswand unter uns nur cirka drei Meter hoch war.  Als Kinder liebten wir es in einem stillgelegten Steinbruch zu klettern, natürlich war es verboten, dennoch hat dieses „Training“ mir vor Jahren das Leben gerettet, als wir im Schwarzwald einen schmalen Pfad entlang eines Abgrundes entlang wandern mussten. Dieser Pfad gab plötzlich unter mir nach, und ich baumelte erstmal zwischen Himmel und Erde.  Alles halb so wild für mich. Ich war schon immer schwer zu beeindrucken.  🙂

Mit einem Siegergefühl und pünktlich wie eine Eins kam ich nach kurzer Zeit wieder beim wartenden Zug an, noch den letzten Schluck Kaffee, und schon ging es wieder talwärts in die sonnenbeschienene Ebene am Fuße des Snowdon hinab.

 

Natürlich haben wir nicht nur Abenteuerurlaub gemacht. Im Grunde waren die zwei Wochen eher beschaulich und lehrreich.

Auf dem Programm standen etliche Gärten, mittelalterliche Städtchen und ehrwürdige Burgen und Schlösser:

Gleich bei Ankunft mit der Fähre mein geliebter „Beth Chatto“ Garten, anschließend auf der Durchreise „Stratford Upon Avon“ (Geburtsort Shakespeare’s – das hochmodern inszenierte Theaterstück am Abend hatte es in sich – blutrünstig – ein amerikanischer Actionfilm bietet weniger Tote!).
In North Wales selbst besuchten wir die Burgen Beaumaris, Conwy und Caernafon, die Kentwell Hall und noch ein Plas, deren Namen ich leider vergessen habe. Einige Gärtnereien bieten außer kleinen Blumenparks auch noch Kaffee und Kuchen.

Parks und Gärten mit den dazugehörigen Gutshäusern oder Schlössern gibt es hier an jeder Ecke, ich nenne hier mal zwei: Der „Bodnant Garden“ ist der Größte, heißt es, aber der „Hidden Garden“ war in meinen Augen der Schönste.

Dann gibt es natürlich noch das Dorf mit dem längsten Namen der Welt. Mehr braucht es nicht, um berühmt zu werden und Touristen anzuziehen. Dazu mehr im nächsten Beitrag.

So, nun ist es Zeit für einige Bilder. Ich möchte euch hier die Aufnahmen vorstellen, die ich selbst am Schönsten empfinde.

Liebe Grüße, eure Holda Stern – Sabina

 

Landkarte Wales
CYMRU – Wales – Das Wahrzeichen des Roten Drachens

Beaumaris
Beaumaris – Erhaben und stolz

Blattstruktur
Blattstrukturen, die mein Malerherz höher schlagen lassen

Bodnant gardens
Grün in Grün – herrlich, diese Komposition!

Bodnant Gardens' Roses and Mountains Snowdonia
Sehnsucht pur – Rote und weiße Rosen und in der Ferne die Snowdonia-Berge

Bodnant Gardens, Widerspiegelung in Blau
Widerspiegelung in Blau – dieses Motiv hat mich tief berührt – pures Glück es sehen zu dürfen.

Conwy, Wales Jammernde Möwe
Auf den Zinnen der Conwy Burg jammerte eine junge Möwe, wagte nicht sich dem Wind preiszugeben …

Hexe im Wald Essex
Hexhex! Vielleicht sehe ich so in einigen hundert Jahren aus, hihihi …

Hidden Gardens, Wales, Tellerhortensie
Fragile Schönheit …

Hidden Gardens, Wales
Verborgener Brunnen in den „Hidden Gardens“ … ein wahrhaft romantisches Schauspiel

Rattenfänger von Hameln auf Englische Art
Rattenfänger von Hameln auf Englische Art

rote Malve Wales
Tiefrote Malven, ist das möglich?

Kentwell Hall, Wales
Stilleben in Kentwell Hall … beschaulich

 

Botanischer Garten in Frankfurt am Main


Voriges Wochenende waren wir in Frankfurt am Main unterwegs, eine Stadt, deren Atmosphäre ich zusehends liebgewinne … die Menschen besitzen ein heiteres Gemüt, wir werden überall freundlich bedient und das Museum (diesmal Magritte-Ausstellung – ein Landsmann von mir) ist gerade groß genug, um viel her zu zeigen und gleichzeitig ermüde ich nicht im Übermaß, weil es eben eine – nennen wir’s – gemäßigte Größe hat.

Nachdem wir die letzten Male den „Palmengarten“ durchstreift haben, wollten wir den „Botanischen Garten“ sowie den „Chinesischen und Koreanischen Garten“ erkunden. Letzterer war leider wegen eines Brandes im Pavillon geschlossen, dieser steht also für nächstes Mal wieder auf dem Programm.

Natürlich habe ich fleißig Eindrücke gesammelt, diesmal als Tatwaffe mein Smartphone. Mein Fotoapparat zeigt Alterserscheinungen, der Accu vom Handy hinüber … so haben wir uns desletzt eines dieser Mini-Computer geleistet. W-Lan leistet vorzügliche Dienste, ich kann „aufs Internet“ ohne den PC anmachen zu müssen. Ist doch toll, oder?

Nun zurück in den herrlichen Botanischen Garten:

 

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… vom Winde verweht … in meiner Lieblingsfarbe …

 

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Lampenputzer?

 

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Extraterrestrisch …

 

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Lichtnelken … luftig und leicht …

 

 

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Einblick und Durchblick behalten … philosophische Gedanken im Chinesischen Garten …

 

Kurzum, der Besuch hat sich gelohnt … wir besuchen gerne wieder die Stadt am Main! Einen Dank an all die Menschen, die so liebenswürdig und freundlich waren und uns auf diese Weise eine wunderbare Zeit dort ermöglicht haben!

Einen sonntäglichen Gruß an all meine (Blog)freundInnen, jetzt wage ich mich wieder hinaus in die Hitze, eure Holda Stern!