Saargemünd – Sarreguemines


Ein Tagesausflug brachte uns gestern nach Saargemünd in Frankreich, dort selbst Sarreguemines genannt.

Ab 1870 bis 2007 existierte dort eine große Porzellan- und Keramikmanufaktur. Wie so viele Qualitätshäuser musste sie schließen.

Übrig bleiben zwei lehrreiche, gut hergerichtete Museen sowie ein anliegender Garten, der im wahrsten Sinne des Wortes aus einem Scherbenhaufen erwachsen ist.

Ich habe euch gerne einige Fotos mitgebracht und zeige euch hier die Schmankerl … ach, im Übrigen gibt es dort einige wirklich gute Restaurants, falls jemand sich mal dorthin verirrt.

Mit lieben Grüßen, eure Holda Stern

N.B. Die vorletzte Vase war übrigens mein Favorit!

Ikigai Nummer 2: Kunst


Ein weiterer Grund für mich morgens aufzustehen ist Kunst zu schaffen. Ich übe fleißig und mit Ausdauer an Acrylmalerei. Ein klitzeklein Bisschen stolz machen mich meine letzten Werke. Inspiriert durch die Arabischen Bäder in Mallorca.

Ich hoffe, sie wirken freundlich auf euch. Ich habe versucht, die energetische Ausstrahlung, die ich dort empfunden habe, in Farbe wiederzugeben.

Mit lieben Grüßen, eure Holda Stern

Vaserely, Frankfurt und Adventswünsche


Dieser Tage bin ich in Frankfurt zu Gast gewesen. Auf dem Programm standen der „Cirque de Soleil“ mit dem tiefsinnigen Märchen: „Toruk. Der erste Flug“. Es geht letztlich um die Rettung unseres Planeten und damit um die Rettung unserer Seelen.

Außerdem haben wir die Ausstellung zu Vaserely besucht. Es sind etwa 100 Werke zu sehen. Beeinflusst unter anderen durch die Bauhaus-Bewegung entwarf Vaserely neue Visionen von lebe-würdigen Städten, in denen menschliches Miteinander gelingen kann. Er war der Meinung, Farben und Formen, kurzum Kunst könne Menschen positiv beeinflussen.

Auf dem Weg zum Hotel, noch unter dem Eindruck der Bilder, entdeckte ich sogleich passende Motive, rundum den sogenannten „Bleistift“:

Alles da, was Vaserely (und andere) sich ausgedacht haben. Geniale Entwürfe und Stadtansichten!

Vaserely beschäftigte sich mit Wohnblocks und setzte gekonnt Farbe und Formen ein, so dass ein freundliches Stadtbild entstand. Noch heute basieren viele Neubauten unter anderen auf seine Ideen.

DER ADVENT IST DA:

Mein Adventskranz ist natürlich gehalten und mit ihm möchte ich euch allen eine gute Adventszeit wünschen. Ich wünsche euch, dass ihr hin und wieder einen besinnlichen Moment genießen könnt, eure Holda Stern

Lake District


Ein kurzer Englandaufenthalt brachte uns vor kurzem in den „Lake District“, einer wunderschönen Gegend im Westen Englands.

Hier hat zu Beginn des 20. Jhdt. Beatrix Potter ihre berühmten Kinderbücher geschrieben und illustriert.  „Peter the Rabbit“ hieß die erste wundervolle Geschichte, sie wurde 1902 veröffentlicht. Geschrieben in einer ausgefeilten, poetischen Sprache und außergewöhnlich feinem englischen Humor.
Ein „Schmankerl“ die Geschichten zu lesen! Auch und vielleicht gerade, weil man erwachsen ist. Der Geist kann herrlich abschalten und das innere Kind lebt auf …

Einige Bilder habe ich euch mitgebracht. Es sind diesmal nur wenige Naturaufnahmen, da wir die kälteste und verregnetste Woche des Sommers erwischt hatten. Erst die letzten drei Tage klärte das Wetter auf.

Zum Glück gab es einiges „Indoor“ zu tun: Eine „Arts and Crafts“ Villa, eine urige Farm, das Haus John Ruskins, ein Schloss als Statussymbol, das seinesgleichen sucht … und natürlich die Beatrix Potter Häuser, unter anderen am Hill Top, wo sie ihre Bücher schrieb.

Abendstimmung am Coniston Lake

 

Bank Ground Farm, in der wir verweilten. Empfehlenswerte Bleibe!

 

Townsend Farm: Ein alter Hof voller Überraschungen! Wundervolle Schnitzereien, die aussehen als seien sie schon mehrere Jahrhunderte alt. Dabei hat der Farmer sie vor weniger als hundert Jahren geschnitzt. An sämtlichen Schränken, Truhen; an der Standuhr ragen lustige, geschnitzte Füsschen hervor.

 

Wunderschönes Schnitzwerk mit keltischem Knotenmotiv, darunter afrikanische Masken!

 

Englands Romantik … geheimnisvoll im Nebel …

 

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Im „Arts and Crafts House“. Art deco bzw. Jugendstil vom Feinsten. Farben und Motive des Inventars perfekt aufeinander abgestimmt. Nach dem Motto: „Ist es nicht schön oder nützlich, dann entferne es.“ Der neue Trend des Minimalismus ist also eine Wiederentdeckung eines guten, bereits existierenden Prinzips!

 

Die Ruhe liegt in der Symetrie.

 

„Tarn Hows“: Hier hat der „National Trust“ einen Weg um den See angelegt, den auch Menschen im Rollstuhl bequem befahren können. Eine wundervolle Initiative wie ich finde, so wie viele Projekte – Parks, Gärten, Schlösser, Kulturgüter -, die vom „National Trust“ betreut werden.

 

Auf der „Gondola“, einem renovierten Hausboot, über den Coniston Lake. Leider hatten wir die kälteste und verregnetste Woche des Sommers erwischt, daher die vielen Besuche innerhalb von Häusern, Farmen, Schlössern. Jedoch gerade dewegen eine lehrreiche Woche!

 

In der „Gondola“, alte Herrlichkeit

 

Die typische Schafrasse im Lake District.

 

Naturimpression

 

Im John Ruskin Haus. Maler, Autor, Wissenschaftler und Philosoph. Menschenfreundlich und den Arbeitern seiner Zeit sehr zugetan. Solche Menschen braucht die Welt heute mehr denn je …

 

Hier hat schon John Ruskin aus dem Fenster seines Turmes auf den Garten und dem Coniston See geblickt.

 

Wray Castle: Ein Statussymbol aus den Anfängen des 20. Jhdts. Das hat ein reiches, betagtes Ehepaar mal eben so erbaut, nachdem ihr Alterssitz vom Sturm zerstört wurde. Der Ehegatte meinte, er wünsche sich für seinen Lebensabend ein sturmfestes Häuschen … English humour eben!

 

Ich wage zu sagen: Der Lake District ist eine Reise wert. Und wenn es nur ist, die winzig schmalen Strassen einmal zu erleben … man muss, erst recht als Beifahrer(in), ein recht solides Herz mitbringen, denn der Gegenverkehr kommt plötzlich hinter der Kurve hervorgeschossen und man meint, er rast auf einen zu. Die Einheimischen haben zum Glück eine Reaktionsgeschwindigkeit, die nicht mehr zu messen ist! Sie schaffen es eine Millisekunde vorher, das Mietauto, in dem der arme Tourist unterwegs ist, nicht zu rammen. Ganz ehrlich? Die Gegend ist herrlich, bezaubernd, jedoch fahre ich lieber auf unsern guten, breiten Straßen. Sogar unsere Wohnstraße ist eine Autobahn dagegen!

Was die Baukultur betrifft und vor allem ihr Erhalt, da können sämtliche europäische Länder sich England zum Beispiel nehmen. Vor allem die Initiativen des „National Trust“ bewundere ich sehr. Wann immer ich nach England komme, besuche ich am liebsten ihre Projekte und esse auch gerne und gut (ländlich regional) in ihren „Restaurants“. Da weiß ich, dass mein Geld in gute, fleißige Hände kommt. Hut ab!

Im Übrigen hatte auch Beatrix Potter bereits die Güte und Sinnhaftigkeit dieser Initiative erkannt, die zu ihrer Zeit gegründet wurde. Sie hat all ihre Häuser und Ländereien dem National Trust vermacht. Ebenfalls die kleinen Farmen, die sie aufgekauft hatte, um den Farmern zu ermöglichen vor Ort zu bleiben, statt in die Stadt abzuwandern. Sie war eine große Frau mit ungewöhnlichem Weitblick. Politisch stark engagiert für die Menschen in ihrem Umfeld. Das vermutet man so nicht, wenn man ihre Kinderbücher liest!

Ich wünsche euch allen noch eine wunderschöne Woche, die Sonne soll ja bald wiederkommen. Ich gebe ehrlich zu, dass ich die kleine Abkühlung genossen habe. Auch liegengebliebene Hausarbeit ist gemacht, das wenige Unkraut gerupft. Ja, und dieser Blogeintrag ist mir nun auch endlich gelungen!
Ich musste ja auch ein klitzekleines Bisschen WM gucken. Erst Deutschland, meine neue Heimat, dann auch Belgien, meine alte Heimat! Jetzt gucke ich nur noch das Endspiel! Promis, juré!

Liebe Grüße, eure Holda Stern – Sabina

 

La Gomera


Eine Insel, die ich schon seit längerem besuchen wollte. Mitte Februar war es soweit. Leider erwischten wir die ärgsten 2 Wochen des gesamten Winters. Sturm, heftiger Regen, eisige Kälte verhinderten etliche Ausflüge in die Anhöhen. Glücklicherweise bekamen wir am Meeresrand nicht soviel davon mit, lediglich etwas Regen und kühlere Temperaturen als man es gemeinhin von den Kanaren kennt.

Für die „kühleren“ Temperaturen war ich persönlich allerdings dankbar. An einem der besseren Tage war mir die Sonne nachmittags schon zu heiß und habe mich in den Innenbereich verzogen bis zur Yogastunde.

Da wir also weitgehend auf die Tagesausflüge in die Berge verzichtet haben, kamen die geführten Wanderungen in der nahen Umgebung des Hotels gerade recht. Es gab Lehrreiches über die Bananenplantagen und deren Geschichte zu entdecken, weiterhin einen botanischen Rundgang im Garten und einen Bio-Garten. Insgesamt habe ich auf diese Weise viel über die Insel und ihren Werdegang gelernt. Hinzu kamen noch zwei Tagesausflüge mit Wanderungen – unter anderem in den märchenhaften Lorbeerwald -, die wir zum Teil zitternd und leicht frierend, heldenhaft über glitschige Pfade schlitternd, überstanden haben.

Auch ist die Insel seit einiger Zeit touristenüberlaufen. Eine Sache, über die ich nicht informiert war, denn sonst hätte ich mich wahrscheinlich doch fern gehalten. Das Personal des Hotels selbst war eindeutig überfordert mit dem Ansturm, da müssten auch die Hotelchefs sich einmal Gedanken machen, ob es denn wirklich notwendig ist, soviele Buchungen zu gestatten. Beziehungsweise sollte zusätzliches Personal eingestellt werden!

Zurück zur Insel selbst und damit zu einigen Bildaufnahmen und zu einem Acrylbild, das schon voriges Frühjahr begonnen wurde und inspiriert durch die gomerische Landschaft endlich glücklich fertiggestellt wurde.

Blühende Gärten
So paradiesisch präsentiert sich der Garten!

 

Gomerischer Kämpfer. Ein Wächter des Lorbeerwaldes vielleicht?

 

Seltsame Giraffen …

 

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Einblick in einen der vielen „Barrancos“. Barrancos sind die zerklüfteten Talschluchten, die von der Mitte der Insel ausgehend sich in die Tiefe schlängeln, bis zum Meer. Reißende Bäche, entstanden durch die Regenfälle auf des Berges Höhen, haben diese Barrancos gebildet. Die Terrassen, die der achtsame Wanderer unschwer erkennen kann, stammen jedoch von alten Plantagen, sind also durch Menschenhand angelegt.

 

Hier ist nun die malerische Zusammenfassung meiner Inselerlebnisse – Den Regen und den Sturm habe ich natürlich außen vor gelassen 🙂

 

Sommer in den Barrancos

 

So, und nun hoffe ich, dass das Frühjahr auch hier bald Einzug hält! Noch zweimal schlafen …

Liebe Grüße an meine lieben BlogfreundInnen und LeserInnen, eure Holda Stern – Sabina

 

 

MALLORCA


Wochenlang grauer Himmel, dann wieder Regen wie aus Eimern geschüttet, da schaue ich mir gern sonnige Urlaubserinnerungen an … wie zum Beispiel die aus dem vorigen Herbsturlaub, kurz, jedoch wohltuend an Leib und Seele. Nicht nur wegen der täglichen Yogakurse oder der Möglichkeit aus den vielen Speisen sich das Leckerste und gleichzeitig wirklich Gesunde herauszupicken:
Abends Fisch und viiiieeel Gemüse. Ein Gläschen Rotwein: Noblesse oblige 🙂  Als Belohnung ein kleines, feines Dessert. Den letzten Kaffee des Tages an der Bar: Sweet as an angel. Black as devil. Hot as hell.
Morgens ein Vollkornbrötchen oder eine Scheibe Schwarzbrot, Obst (beides wie zu Hause), sowie eine Art Frischkäse wie ihn (anscheinend) nur die Spanier kennen. Kaffee? Naja, geht so. Da kann man noch dran arbeiten … immerhin, durchaus trinkbar.

Ein Mallorca-Urlaub hat einiges mehr zu bieten!

Spaziergänge und Wanderungen entlang der Kliffs oder im nahegelegenen Naturpark (bei Portopetro):

Portopetro
Faszinierendes Blau … unwirklich … wie aus einer anderen Welt … ich muss mich kneifen und mir sagen: Dieses Blau ist irdisch!

 

 

Begeistert war ich vom „Botanicactus“, ein botanischer Garten à la Mallorca. Hier seht ihr einige Prachtexemplare der ehrwürdigen Olivenbäume und der Kakteen:

Botanicactus
Baumgesicht … mit Geweih?

Botanicactus
Olivenbaumgeist …

Botanicactus
Die Haut der wehrhaften Giganten …

Botanicactus
Verlockende Frucht

 

 

„La Palma“ wollte ich dieses Mal erkunden, vor allem einmal die Kathedrale sehen, von deren Mandala-Rosettenfenstern soviel erzählt wird. Tatsächlich sind die Farben eine Wucht. Klares Gelb gepaart mir leidenschaftlichem Rot. Blau und Grün, allesamt klare Farbnuancen, die tatsächlich ein besonderes Licht erzeugen. Anders als in den westeuropäischen Kathedralen, deren Rosetten eher ein gedecktes Licht abstrahlen.

La Palma Kathedrale

 

Das Muster erinnerte mich sogleich an das Symbol der „Blume des Lebens“. Ich war erstaunt, es in einer Kathedrale wiederzufinden. Wobei … es gibt etliche Bücher, die sogenannten heidnischen Mustern in christlichen Kathedralen nachgehen … es dürfte mich also nicht mehr wundern …

 

Das nächste Bild zeigt euch einen besonders lauschigen Ort … da würde ich heute liebend gern sitzen und verweilen … es ist dort so still …

Portopetro
„Am Brunnen sitze und spinne ich, und keiner hat mich lieb“ Wer von euch kennt dieses Lied, das die Goldmarie am Brunnen singt? Später springt sie, auf der Suche nach ihrer Spindel, hinein und begegnet nach einiger Zeit der guten Frau Holle … nun wisst ihr, warum mich dieser Ort hier so berührt …

 

Zu guter Letzt ein besonderer Ausschnitt aus dem Hause Miro. Dort hat er viele Jahre gelebt und gemalt und geträumt … seine Bilder kennt die Welt zur Genüge, ob jedoch die vielen Besucher dieses Kleinod an seiner Türschwelle entdecken?

Miro La Palma
Die Botschaft von Weihnachten auch für den ermatteten Esel oder das müde Pferd, das hier vorläufig angebunden wurde, bevor es in den Stall gebracht wurde …

 

Mit dieser (nach)weihnachtlichen Impression möchte ich den Eintrag hier beenden. Noch brennen bei mir die Adventskerzen, die erste wird wohl in einer Woche abgebrannt sein … jedes Mal, wenn ich sie anzünde, denke ich an die diesjährige schöne Weihnachtszeit zurück. Gut, wenn wir ein wenig von diesem Gefühl in den Frühling hinüberretten können!

In diesem Sinne alles Liebe von eurer Holda Stern

Kurioses aus North Wales: Das Dorf mit dem längsten Namen der Welt …


… zumindest wird es so erzählt! Den Touristenscharen macht es Spaß und den Geschäftsleuten wohl auch.

Zwischen Zugbahnhof und einem riesigen Shop befindet sich ein großer Platz für die Touristenbusse, die im Laufe des Tages Hunderte von Schaulustigen herankarren. Ähm, ich habe sie nicht gezählt  😉

Genaugenommen gibt es nicht wirklich viel zu sehen. Ein Geniestreich desjenigen, der diesen Namen erfunden hat. Denn dieser längste Name der Welt wurde tatsächlich eigens für das Dorf erfunden,  um es zu beleben … gelungen!

Hier zunächst der Bahnhof, anschließend das Schild am riesigen Shop:

Bahnhof im Dorf mit dem längstem Namen (North Wales)
Man stelle sich nur vor, man müsste ein Zugticket hin zu diesem Bahnhof kaufen …

 

Shop
Auch die englische Übersetzung fordert einiges an Konzentrationsvermögen!

 

Habt eine gute Woche, liebe Grüße von eurer Holda Stern!

WALES


Weites, wunderbares Wales

Nachdem wir voriges Jahr die Yorkshire Moors erkundet und im Jahr davor Schottland bereist haben, zog es uns nunmehr Richtung Wales, in den äußersten Norden, hart an der Grenze zu Anglesey.  Snowdonias Berge thronten erhaben in der Ferne.
Mit der Dampflok ging es an einem Tag hinauf zur Spitze des höchsten Berges, Snowdon, 1085 m hoch. Leider war die Spitze selbst in Wolken gehüllt. Der Sturm peitschte uns den Regen ins Gesicht, als wir oben ankamen. Meine Männer sind gleich den fünfminütigen Bergpfad zur Spitze hinaufgeklettert, während ich in dem großzügig bemessenen Shop einen heißen Kaffee genossen habe. Mein Becher war allerdings noch nicht zur Gänze leer, als der Regen sich einen Moment verzog. Ich beschloss, doch noch hinaufzusteigen gemeinsam mit meinem jüngsten, jedoch schon erwachsenen Sohn. Es blieb noch eine Viertelstunde Zeit bis zur Abfahrt, wir mussten uns eilen.

Der Sturm war nach wie vor heftig. Es war schon ein Stückchen Akrobatik vonnöten, um einhändig den schmalen, nassen Bergpfad hinauf und wieder hinab zu klettern, nun ja, eher kriechen, sich vorwärts kämpfen. Aber der Becher Kaffee wärmte die jeweils freie Hand. Das machte das Ganze weitaus angenehmer.

Zudem bin ich das Klettern auf schmalem Grat gewöhnt, –  wenngleich in meiner Kindheit die Felswand unter uns nur cirka drei Meter hoch war.  Als Kinder liebten wir es in einem stillgelegten Steinbruch zu klettern, natürlich war es verboten, dennoch hat dieses „Training“ mir vor Jahren das Leben gerettet, als wir im Schwarzwald einen schmalen Pfad entlang eines Abgrundes entlang wandern mussten. Dieser Pfad gab plötzlich unter mir nach, und ich baumelte erstmal zwischen Himmel und Erde.  Alles halb so wild für mich. Ich war schon immer schwer zu beeindrucken.  🙂

Mit einem Siegergefühl und pünktlich wie eine Eins kam ich nach kurzer Zeit wieder beim wartenden Zug an, noch den letzten Schluck Kaffee, und schon ging es wieder talwärts in die sonnenbeschienene Ebene am Fuße des Snowdon hinab.

 

Natürlich haben wir nicht nur Abenteuerurlaub gemacht. Im Grunde waren die zwei Wochen eher beschaulich und lehrreich.

Auf dem Programm standen etliche Gärten, mittelalterliche Städtchen und ehrwürdige Burgen und Schlösser:

Gleich bei Ankunft mit der Fähre mein geliebter „Beth Chatto“ Garten, anschließend auf der Durchreise „Stratford Upon Avon“ (Geburtsort Shakespeare’s – das hochmodern inszenierte Theaterstück am Abend hatte es in sich – blutrünstig – ein amerikanischer Actionfilm bietet weniger Tote!).
In North Wales selbst besuchten wir die Burgen Beaumaris, Conwy und Caernafon, die Kentwell Hall und noch ein Plas, deren Namen ich leider vergessen habe. Einige Gärtnereien bieten außer kleinen Blumenparks auch noch Kaffee und Kuchen.

Parks und Gärten mit den dazugehörigen Gutshäusern oder Schlössern gibt es hier an jeder Ecke, ich nenne hier mal zwei: Der „Bodnant Garden“ ist der Größte, heißt es, aber der „Hidden Garden“ war in meinen Augen der Schönste.

Dann gibt es natürlich noch das Dorf mit dem längsten Namen der Welt. Mehr braucht es nicht, um berühmt zu werden und Touristen anzuziehen. Dazu mehr im nächsten Beitrag.

So, nun ist es Zeit für einige Bilder. Ich möchte euch hier die Aufnahmen vorstellen, die ich selbst am Schönsten empfinde.

Liebe Grüße, eure Holda Stern – Sabina

 

Landkarte Wales
CYMRU – Wales – Das Wahrzeichen des Roten Drachens

Beaumaris
Beaumaris – Erhaben und stolz

Blattstruktur
Blattstrukturen, die mein Malerherz höher schlagen lassen

Bodnant gardens
Grün in Grün – herrlich, diese Komposition!

Bodnant Gardens' Roses and Mountains Snowdonia
Sehnsucht pur – Rote und weiße Rosen und in der Ferne die Snowdonia-Berge

Bodnant Gardens, Widerspiegelung in Blau
Widerspiegelung in Blau – dieses Motiv hat mich tief berührt – pures Glück es sehen zu dürfen.

Conwy, Wales Jammernde Möwe
Auf den Zinnen der Conwy Burg jammerte eine junge Möwe, wagte nicht sich dem Wind preiszugeben …

Hexe im Wald Essex
Hexhex! Vielleicht sehe ich so in einigen hundert Jahren aus, hihihi …

Hidden Gardens, Wales, Tellerhortensie
Fragile Schönheit …

Hidden Gardens, Wales
Verborgener Brunnen in den „Hidden Gardens“ … ein wahrhaft romantisches Schauspiel

Rattenfänger von Hameln auf Englische Art
Rattenfänger von Hameln auf Englische Art

rote Malve Wales
Tiefrote Malven, ist das möglich?

Kentwell Hall, Wales
Stilleben in Kentwell Hall … beschaulich

 

Botanischer Garten in Frankfurt am Main


Voriges Wochenende waren wir in Frankfurt am Main unterwegs, eine Stadt, deren Atmosphäre ich zusehends liebgewinne … die Menschen besitzen ein heiteres Gemüt, wir werden überall freundlich bedient und das Museum (diesmal Magritte-Ausstellung – ein Landsmann von mir) ist gerade groß genug, um viel her zu zeigen und gleichzeitig ermüde ich nicht im Übermaß, weil es eben eine – nennen wir’s – gemäßigte Größe hat.

Nachdem wir die letzten Male den „Palmengarten“ durchstreift haben, wollten wir den „Botanischen Garten“ sowie den „Chinesischen und Koreanischen Garten“ erkunden. Letzterer war leider wegen eines Brandes im Pavillon geschlossen, dieser steht also für nächstes Mal wieder auf dem Programm.

Natürlich habe ich fleißig Eindrücke gesammelt, diesmal als Tatwaffe mein Smartphone. Mein Fotoapparat zeigt Alterserscheinungen, der Accu vom Handy hinüber … so haben wir uns desletzt eines dieser Mini-Computer geleistet. W-Lan leistet vorzügliche Dienste, ich kann „aufs Internet“ ohne den PC anmachen zu müssen. Ist doch toll, oder?

Nun zurück in den herrlichen Botanischen Garten:

 

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… vom Winde verweht … in meiner Lieblingsfarbe …

 

20170521_111925 blog
Lampenputzer?

 

20170521_113427 blog
Extraterrestrisch …

 

20170521_104417 blog
Lichtnelken … luftig und leicht …

 

 

20170520_151541 blog
Einblick und Durchblick behalten … philosophische Gedanken im Chinesischen Garten …

 

Kurzum, der Besuch hat sich gelohnt … wir besuchen gerne wieder die Stadt am Main! Einen Dank an all die Menschen, die so liebenswürdig und freundlich waren und uns auf diese Weise eine wunderbare Zeit dort ermöglicht haben!

Einen sonntäglichen Gruß an all meine (Blog)freundInnen, jetzt wage ich mich wieder hinaus in die Hitze, eure Holda Stern!