Karneval – in Venedig und Carne-Vale


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Venezianische Maske

 

Im ARD wurde heute die Eröffnung des venezianischen Karnevals gezeigt. Ich liebe diese bunten, oftmals skurrilen Masken sehr. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Auch dem deutschen/ostbelgischen/wallonischen Karneval kann ich etwas abgewinnen, auch wenn ich nach Jahren der ungewollten Askese in der vorigen zweiten Heimat mir das bunte Treiben abgewöhnt hatte – fast. Noch immer höre ich gerne intelligenten Büttenreden zu und würde gerne noch einmal selbst Karneval feiern, das jedoch lieber im kleinen Kreis.

Die Straßenumzüge gefallen mir stets weniger, es wird zuviel gesoffen und die riesigen Umzugswagen, häufig umgebaute, monströse Traktoren, sind so hoch, dass man die Truppe „da oben“ gar nicht mehr sieht, wenn sie vorbei fahren. Zweitens ist die Musik (sofern man das als solche betiteln kann, häufig ist es nicht einmal mehr Karnevalsmusik) so laut, dass einem das Trommelfell schier platzt. Die „da oben“ müssen die Lautsprecher vermutlich so laut stellen, weil sie aufgrund ihrer erhöhten Position sonst selbst nichts mehr hören würden …

Tja, so bleibt mir noch der Karneval am Fernsehen, den ich dann in Ruhe genieße und ab und an bei einer gut gelungenen Büttenrede auch mal „Helau“ oder „Alaaf“ rufe …

Wie schon oben erwähnt begeistern mich die venezianischen Masken, und auf Anfrage einer meiner Söhne malte ich eine Maske. Das Bild wurde in Folge zu Weihnachten verschenkt und ihr habt es gleich zu Beginn betrachten können.

Carne-Vale:

„Fleisch-Ade!“ An Karneval denken wir kaum an die wahre Bedeutung dieses alten Wortes. In dem Sinne jedoch feiere ich immer öfter Karneval, denn ich verzichte öfter auf Fleisch und befinde mich gut dabei. Wenn ich denn Fleisch essen will (bzw. meine bessere Hälfte), bemühe ich mich Bio-Fleisch zu kaufen. Das betrifft übrigens auch alle anderen Waren. Schon in jungen Jahren habe ich die Rechnung gemacht: Wenn ich nur einmal Fleisch und einmal Fisch esse in der Woche, konnte ich mir Bio trotz des niedrigen Budgets damals ohne Abstriche leisten. Fertigprodukte waren sowieso ein No-Go in meiner Küche. Viel zu teuer und kaum Nährwert. Heutzutage nennt man das Clean-Eating, zu meiner Zeit hieß das noch Vollwertkost. Man kriegt es heutzutage eben nur noch an den trendigen Mann/Frau, wenn es „englisch“ klingt. Auch das ist dann wieder burlesk, wenn der Narr es sich auf der Zunge zergehen lässt … in diesem Sinne, alaaf und helau, kommt gut durch die Tage … liebe Grüße, eure Holda Stern – Sabina

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Zur Ausstellung im Weltkulturerbe Völklingen: „Buddhismus“ und ein Denkanstoss zu Zielen und Lernprozessen im Leben


Ihr lieben Blogfreunde, ich hoffe ihr habt eine gute Weihnachtszeit verbracht und seid gut ins Neue Jahr gekommen! Wer von euch hat gute Vorsätze? Ich habe mir dazu keine Gedanken gemacht, denn alles bleibt wie gehabt, und die Ziele, die ich mir gesetzt habe, sind genaugenommen keine Ziele sondern Lernprozesse, die ein Leben lang dauern wie zum Beispiel die Acrymalerei und das Zeichnen.

Desletzt habe ich die wundervolle, lehrreiche Ausstellung im Weltkulturerbe in Völklingen besucht und war hin und weg von einer vergoldeten Bronzestatue, nämlich vom „Nachdenklichen Avalokiteshvara“ (China, YuanDynastie 14. Jahrhundert n. Chr.). Übrigens auch leicht im Internet zu finden im Original und auf der Broschüre zur Ausstellung.

Ich habe vor dieser Statue gestanden und sie hat mich ergriffen als sei sie ein lebendiges Wesen. Wenn der Künstler das wüsste! Wie glücklich würde er sich preisen …

Vom ersten Augenblick an wusste ich: „Ich MUSS dieses Abbild selbst malen!“

Eines meiner abstrakten Bilder wartete schon länger auf Fertigstellung und als ich dieses kurz darauf in der Hand hielt, wusste ich: „Hier und nirgendwo anders gehört der Nachdenkliche Avalokiteshvara hin. 

Die Farben leuchten in der Wirklichkeit zwar sanfter und schöner. Das Foto zeigt auch nicht die goldenen Partieen im Bild, einen Eindruck könnt ihr doch bekommen, von dem, was ich stundenlang in akribischer Arbeit gepinselt habe. Ich hoffe,  ihr spürt etwas von der paradiesischen Ruhe, die ich beim Betrachten empfinde. Liebe Grüße von eurer Holda Stern – Sabina

 

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Nachdenklicher Avalokiteshvara

Experimentelle Acrylmalerei und plastische Kunst


Manche abstrakte Bilder gewinnen an Reiz und Bedeutung, wenn ihnen ein weiteres,  plastisches, symbolträchtiges Element zugefügt wird. So hatte ich vor rund einem Jahr ein Bild in der sogenannten „Schütt-Technik“ hergestellt: Die Acrylfarbe wird mit etwas Wasser verdünnt. Das Ganze wird in einem Joghurtbecher vermischt. Anschließend lässt man die Farbe über die Leinwand fließen und bewegt die Leinwand nach Wunsch hin und her. Nach der Trocknung kann man das Bild je nach Inspiration noch ergänzen.
Die Technik macht Spaß, aber um ein wirklich interessantes Bild zu erzielen, braucht es dennoch etwas Zeit und Ideen.
So war ich mit meinem Bild zwar zum Abschluss recht zufrieden, aber mir fehlte einfach der Kick darin, bzw. die Sinnhaftigkeit. Vor meinem inneren Auge entstand eine Vision …
Diese konnte ich aber erst im Herbst verwirklichen, nachdem ich auf eine fantastische Büste gestoßen bin. Seht selbst …

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Ohne diesen Kopf wäre das Bild nur ein Farbgewusel gewesen, das mich zwar an ein Korallenriff oder an eine Landschaft unter dem Meeresspiegel erinnerte.
Nun aber, jedesmal wenn ich diese Szenerie betrachte, stellt sich bei mir so etwas wie innerer Friede ein. So wie ein Korallenriff eben wirkt, trotz der Vielfältigkeit der Farben, trotz der vielen Verästelungen.
Dieser Tage fiel mir rechts im Bild noch etwas auf: Die rote Form hat die Form eines Ohrs, sehr ähnlich den Ohren des Buddha. Es ist für mich ein Ohr, das der Stille lauscht, vielleicht auch den Gesängen der Wale …
So inspiriert mich dieses Bild jedesmal aufs Neue. Ich hätte nie geahnt, dass ich einem abstrakten Bild eines Tages soviel abgewinnen könnte. Es ist ein langer Weg, bis man der Essenz der modernen Kunstrichtungen auf die Spur kommt. So langsam fange ich an zu begreifen …

Ich wünsche euch allen ein gutes Wochenende. Habt Spaß und freudige Momente, ob ihr nun Karneval feiert oder nicht. Lachen ist immer gesund, oder?

Eure Holda Stern