Bunter Sommerstrauß


In diesem Sommer sind wir ungewöhnlich oft unterwegs gewesen. Die verschiedenen Ausflugsziele sind aufgrund des Umzugs näher gerückt, die Kinder alle aus dem Haus oder noch auf der Uni. So wird es einfacher die Koffer zu packen; Hotelzimmer, Verpflegung und anderes wird endlich bezahlbar.

Die Hitzewelle brachte mich Mitte August auf die Idee in die Berge zu flüchten und mein geliebtes Kärnten wieder zu sehen. Zum Glück hatte unsere Bauersfamilie noch ein Plätzchen für uns frei für gute zehn Tage – das Plätzchen entpuppte sich als ein pfuschneu, modern eingerichtetes Apartment, das gar keine Wünsche offenließ, und so genossen wir die Bergwelt vom ersten bis zum letzten Tag.

Zunächst noch einige Bilder vom „Rhein in Flammen“! Es herrschten heiße Tagestemperaturen und daher war sogar die Fahrt durch die Nacht angenehm warm:

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Leuchtblume
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Flammenwerfer

 

Auf der Durchfahrt nach Kärnten besuchten wir das Städtchen Wasserburg, ein Kleinod, das Beachtung durchaus verdient:

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Die „Herren“ von Wasserburg

 

 

Hier nun meine allerliebste „Schlafende Frau“. Immer, wenn ich sie betrachte, spüre ich einen tiefen Frieden in mir. Meine Seele ist zuhause angekommen …

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Wolkenverhüllt, in Traumnebeln eingewoben, ruhet sie bis in allen Zeiten. Schlafende Frau, nimm mich mit auf deine Reise in das Land der Träume.

 

 

Noch einen Ort gibt es hier, den ich liebe und nach dem ich mich ständig sehne, sobald ich an ihn denke: Der „Weissensee“:

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Wozu nach Mallorca fliegen, wenn ich solch ein paradiesisches Blau auch hier am Weissensee finde?

 

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Ja, das ist Wirklichkeit und ich habe nichts verändert oder geschönt! So sieht es am Weissensee an einem Septembermorgen aus …

 

 

Ein klitzekleiner Nachtrag: Ein Aquarell, das ich malte, als ich das erste Mal die „Schlafende Frau“ kennenlernte:

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Unser erster Urlaub in Kärnten vor etwa 15 Jahren: Aussicht vom Balkon her: Die „Schlafende Frau“ und das Dorf „Kraschach“ im Tal

 

So, das wars mal wieder für heute, ihr Lieben. Die Bilder aus dem Botanischen Garten in Augsburg zeige ich euch später. Die Yogastunde ruft nämlich  🙂

Ich hoffe, meine kleine Auswahl hat euch gefallen und grüße euch alle ganz herzlich!

Eure Holda Stern

 

 

 

 

Zentangle „Sommerende“


Aus der kleinen Abkühlung der letzten Woche ist eine enorme Hitzewelle geworden. Der Sommer will noch nicht gehen und bauscht sich gewaltig auf. Er klotzt mit drückender Hitze, so ein Angeber!

Als ich dieses Zentangle in den etwas kühleren Morgenstunden gemalt habe, dachte ich sehnsüchtig an eine sanfte, kühle Brise, an schattige, englische Gärten und an das so liebenswerte, englische Ehepaar, mit dem ich nun seit Beginn 2010 befreundet bin.

Vor allem dachte ich an die ältere Dame, sie ist 85 inzwischen und eine große Blumen- und Gartenliebhaberin. So geht uns der Gesprächsstoff nie aus, wenn ich sie und ihren Mann besuche.
Als ich nun beim Zeichnen an sie dachte, fiel mir spontan das Zentanglemuster „Pepper“ ein und ich verwandelte es in eine strahlende Blüte von klassischer Schönheit. Eine „Queen“ eben, so wie ich meine Freundin hin und wieder nenne, denn irgendwie erinnert sie mich an eine Königin, an eine herzensgute „Queen“!

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 Sommerende
rote Blüte
prall gefüllte Ähren
ich sehne mich nach
Kühle

 

Zentangle-Kenner werden einige Muster unschwer wiedererkennen, ich bin allerdings immer für Variationen zu haben, sonst wird es langweilig, oder?

Unter anderem findet ihr: Pepper, Verdigogh, Sedglin, Squid, Ynix, Tipple, Fescu, Printemps (ja, auch wenn es ein Sommerende-Zentangle ist) usw. Den Rahmen habe ich oben links bewusst offen gelassen: Das blaue, luftige Printemps symbolisierte für mich den klaren, offenen Himmel, während die prallen Ähren, rechts unten, sich schwer zur Erde neigen, am Ende eines langen Sommers.

Ihr Lieben, ich wünsche euch wunderschöne, laue Sommerende-Abende!

Eure Holda Stern

 

 

Die Wirklichkeit holt mich ein, …


… jedes Mal, wenn ich mir vornehme nochmal einen Blog zu schreiben. Es gibt soviel zu tun:

Das Unkraut hört nicht auf zu wachsen, Trockenheit der letzten Wochen hin oder her. Kein Pardon. Im Gegensatz zu den knospenden Astern, die sich nur mühsam dazu durchringen dicker und praller zu werden. Gestern hat es einige Kilometer von hier sogar gehagelt. Hier? … Fehlanzeige. Ein paar Tropfen Regen.

Ich habe beschlossen diesen Sommer mehr zu unternehmen. Aquarellkurs besucht. Kreative Schreibwerkstatt mitgemacht. Zwei Führungen in Saarlouis. Heute Abend nehme ich an der Literarischen Sommernacht teil im Städtchen Dillingen. Demnächst einen Vortrag EFT (Emotionen fließen lassen, kurz gefasst) anhören.

Eine Granny-Squares-Häkeljacke fertiggestellt. Farbenfrohe Tunika genäht.

Hin und wieder einen Ausflug am Wochenende: Der neue Aussichtsturm an der Cloef. Toll!

Besuch empfangen und selbst Leute besuchen.

Gartenterrasse planen für eine kleine Yogaecke. Das Häusle putzen, jahaaa, muss leider auch sein. Wenn es so heiß ist, eine wahre Qual, die ich nur, wenn es wirklich muss, auf mich nehme.

Inzwischen habe ich wieder begonnen mit kleinen Radtouren. Mit meinem „Vintage“ Rad kann ich fast nur flache Strecken fahren, aber ich sitze darauf wie eine holländische Königin. 🙂

Alles in allem fühle ich mich wohl, vor allem jetzt, wo es ein wenig kühler geworden ist.

Und damit dieser kleine Blog auch komplett ist, hier noch ein paar Fotos aus unserer Englandwoche. Aus „Aidensfield“, eigentlich Goathland, da wurde meine liebste englische Serie „Heartbeat“ gedreht, die ein Jahrzehnt im BBC zu sehen war. Man kann die Gegend per Dampfzug befahren, in den Mooren wandern. Yorkshire ist eine urige, romantische Gegend. Nicht zu vergessen: Whitby, der Hafen und die Kathedrale. Unschlagbar, diese riesige Ruine.

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Aidensfield nowadays

 

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Whitby Cathedral, diese Ruine ist eine Reise wert!

 

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Last but not least, ein Bild aus dem herrlichen „Beth Chatto Garden“, den ich immer wieder gern besuche, ich wollte es wäre mein Garten …

… und noch etwas Kleines, Feines, Wunderschönes. Das fällt mir gerade ein und passt wunderbar zu diesem „Beth Chatto Garden“. Es war das erste Gedicht, das wir in englischer Sprache lernten. Ich bin der Lehrerin bis heute dankbar dafür!

Who Has Seen the Wind?

Christina Rossetti, 18301894

Who has seen the wind? 
Neither I nor you. 
But when the leaves hang trembling, 
The wind is passing through. 
Who has seen the wind? 
Neither you nor I. 
But when the trees bow down their heads, 
The wind is passing by.

 

Liebe Grüße an Euch alle,

Eure Holda Stern

Von Regen und Rosen im Juni und Zentangle


Ich ging im Garten so für mich hin

und schnupperte an Rosen,

so stand mir der Sinn,

als da der Regen troff hinab,

und ich mich schnell ins Haus begab:

Die Arme voller Rosen.

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Rosen im Juni

 

Flugs trug ich die Damen ins trockene Haus

und Rosenduft durchwehte das Zimmer,

so taten sie das immer,

als da ich schauend ihre Pracht

von ihnen ein Bildnis ich gemacht:

Zentangle und Rosen!

b Zentangle und Rosen blog
Zentangle und Rosen

 

Ihr Lieben, was soll die Gärtner- und Poetin auch sonst tun, bei solch einem Apriljuniwetter?  Ihr dürft jetzt ruhig mal lächeln 🙂

Liebe Grüße, alles Liebe und Sonne, Sonne im Herzen, eure Holda Stern

 

 

Malen mit Fotoprogrammen …


… ist gar nicht so schwer, wenn man lange genug experimentiert. Es macht sogar Spaß! Die Effekte verblüffen mich immer wieder aufs Neue. Wozu brauche ich noch teure Leinwand und Pinsel? Nein, Spaß beiseite. Beides ist inspirierend und tut gut.

Das Tolle ist, dass ich aus jedem noch so gewöhnlichen Motiv etwas Besonderes machen kann. Diesmal haben einige Gartenpflanzen einige Veränderungen erfahren:

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glutorange Hibiskusblüte …

 

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… wird zartblau

 

 

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Frühjahr und Herbst in einem

 

Ach ja, dann war ich noch in Frankfurt am Main, unter anderem im Palmengarten, aber die Fotos muss ich noch inspizieren. Die zeige ich euch später. Vorerst sind zwei sonnige Tage gemeldet, da muss ich doch an die frische Luft sprich Liegestuhl. Meinem Rücken etwas Ruhe spenden. Ob ich das schaffe? Einen Tag nichts tun? Nö, das weiß ich jetzt schon 🙂

 

Hier noch’n kleines Gedicht aus frühen Zeiten, aus einem andern Leben, so komt es mir vor und doch spüre ich es noch in mir …

in einer Bar

eine Bar
in einem Hotel
ich sitz am Tresen
Du neben mir
wir reden über dies und das
gleichgültig was
der Mond geht silbern auf
der Drink schmeckt süßer als je zuvor
Musik klingt leise
der Pianoman spielt einen Slow
wir tanzen
um unser Leben
nur einmal wird es so sein
die Zeit verrinnt
wie Sand
die Uhr tickt unerbittlich weiter
in mir weint etwas
in mir lacht etwas
in mir sehnt etwas
eine Bar
in einem Hotel
ich schau mich um
es war doch
nur
ein Traum

©Holda Stern im Januar 2008

Spätsommers Gaben …


Zu Beginn des Sommers im vorigen Jahr säte ich schwarzen Kümmel, den ich in England gekauft hatte, und wurde enttäuscht, denn die Saat keimte nicht.
Doch nun, dieses Jahr im Juli, machte ich eine wunderliche Entdeckung:

Schwarzer Kümmel
Schwarzer Kümmel

Aus diesem dunkelblauen Wunder entstand im Spätsommer ein weiteres Wunder, ein Sternenwunder. Die Natur ist so überraschend schön!

Fruchtstand des schwarzen Kümmels
Fruchtstand des schwarzen Kümmels

Nun hoffe ich, dass die neue Saat nächstes Jahr wieder wunderschön tiefblaue – oder müsste ich lilaschwarze schreiben – Wunderblumen hervorbringt …

Liebe Grüße an alle meine Leser!