Februargedanken


Seit einiger Zeit empfinde ich mich selbst als nachdenklich – kein Wunder, dass ich den „nachdenklichen Avalokiteshvara“ malen musste. Es sind keine bestimmten, fest umrissenen Gedanken, eher eine Emotion, die mich leise begleitet.

In einem Gedankengedicht versuchte ich dieses Gefühl in Worte zu kleiden, nachdem mir bewusst wurde, dass ich dieses Jahr kein Weihnachtsgedicht geschrieben hatte, ungewöhnlich für mich! Die Worte kamen nur jedoch nur widerspenstig und unvollkommen. Der Text heißt dann auch: „Kein Weihnachtsgedicht“

Kein Weihnachtsgedicht

Ich habe dieses Jahr kein Weihnachtsgedicht geschrieben.
Himmel! Mir fehlte der Mut.
Mir fehlte der Mut, dem Kinde da
– in der Krippe –
in die Augen zu schaun
und zu sagen:
„Alles wird gut!“

Nun frage ich euch,
könnt ihr es ihm statt meiner sagen?
Ihm Trost und Wärme spenden?

Denn ich vermag es nicht
angesichts dessen, was da draußen geschieht,
was das Kind erwartet,
wenn es dereinst erwachsen wird …

Mir kam’s vor als würde Gott selbst
mit der Schulter zucken …

©Holda Stern im  Januar-Februar 2017

 

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Verstecktes Weihnachtslicht

 

Im Rückblick betrachtet war das letzte Jahr für mich persönlich ein gutes Jahr, ein Jahr, das viele, persönliche, kleine Freudensmomente beinhaltete. Dennoch warfen die gesellschaftlichen Ereignisse wie die Flüchtlingsproblematik, Terroranschläge, Großbritanniens baldiger Austritt aus der EU, der hässliche amerikanische Wahlkampf einen Schatten über unser aller Leben. Ich empfinde es als zunehmend schwierig, diese Geschehenisse auszublenden. Letztlich kann ich nicht viel beitragen und kann nur in meinem Umkreis wirken so gut es eben geht. Ich hoffe darauf, dass die Energie eines jeden freundlichen Wortes sich wie eine Welle ausbreitet und unsere Welt etwas heller und leichter gestaltet …

Mit lieben Grüßen an euch alle, eure Holda Stern – Sabina

 

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Advent


… und Nachhaltigkeit. So ein Thema, über das ich mir Gedanken gemacht habe. Seit einigen Jahren versuche ich die Deko, die ich bereits besitze immer wieder neu zu verwenden. Dabei lasse ich mir dennoch neue Varianten einfallen. Ich nutze die Fülle der Natur im Herbst: Mal entsteht eine Deko rundum einen schönen, bemoosten Ast, mal um rote Herbstblätter herum, mal um Gräser oder Tannenzapfen. Mal krame ich in meinem alten, geerbten Porzellan oder Vasen, mal in den vielen Kerzen, die sich im Laufe der Zeit angesammelt haben.

Dieses Jahr hatte ich mir vorgenommen einige bunte Kerzen zu verwerten aus dem Bestand von früheren Adventskränzen. Das hat mich doch Überwindung gekostet, denn genau genommen sollte ja an jedem neuen Adventssonntag auch eine neue Kerze angezündet werden. Symbolisch für den anstehenden Neuanfang, der ja mit Weihnachten einhergeht. Das Christuslicht tritt neu in unser Leben, die  Wintersonnenwende bringt uns das Sonnenlicht zurück. Zwei „Sprachen“, die religiöse und die kosmologische, drücken einen Neuanfang aus.

Jedoch genauso wichtig finde ich, die Umwelt weniger zu belasten, indem ich zum Beispiel wieder neue Kerzen kaufe. Nach einigem Überlegen fand ich auch einen passenden Tischläufer, der perfekt zum diesjährigen Adventskranz passt.

Ja, und nun leuchtet sein Licht umso schöner. Ich wünsche euch allen, die ihr hierhergefunden habt eine gute, lichtvolle Zeit! Eure Holda Stern

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Frohe Adventszeit!

Weihnachtsbotschaft und Jahresende


Das Jahr verabschiedet sich auf leisen Sohlen.
Ich werde mir der fliehenden Zeit bewusst.
Was hilft’s?
Ich lehne mich zurück, lese ein Buch und trinke …
Kaffee!

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Weihnachtshimmel 2015
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Das Jesuskind ist geboren

Jedes Jahr aufs Neue überlege ich mir, was Weihnachten mir dieses Jahr erzählen will. In diesem Jahr kam mir immer wieder das Wort: „Würde“ in den Sinn: Jedes Kind, ja, jedes Lebewesen wird von Geburt an in Würde gekleidet geboren. Ich hoffe, meine goldene Krippendarstellung drückt das ein wenig aus.
Sogar den Hirten habe ich in Gold gefaltet. Ist er denn weniger wert als die Könige? Nein, hier sind alle Figuren gleich würdevoll und gleich wichtig.

Ich hätte am liebsten sogar die Schafe in Gold gefaltet … das Weiß, das an ihren warmen, kuscheligen Wollpelz erinnert, wollte ich dann doch nicht hergeben 🙂

Liebe Grüße, eure Holda Stern

 

Faltkrippe aus dem ARD BUFFET


Die Adventszeit über habe ich fleißig gefaltet, an einer modern gestalteter Krippe, sehr reduziert in den Formen, schlicht und doch glänzend.
Mit ein bisschen Stolz präsentiere ich Euch denn meine diesjährige Krippenszene:

 

Ich hoffe sie gefällt euch genauso wie mir. Gerade diese Schlichtheit hatte es mir angetan, die Figuren bestehen aus weißem oder goldenem Papier und Klebepads. Mit wenigen Mitteln wird etwas Schönes und Erhabenes geschaffen. Etwas, das in mir ein Ruheempfinden auslöst, einen inneren Frieden. Das Falten war meditativ und beruhigend. Einen schöneren Adventskalender hätte ich mir selbst nicht ausdenken können. Darum bin ich dem ARD Buffet Team dankbar.

Übrigens, das Kindlein kommt erst heute Abend hinein …

Die nächsten zwei Tage sind von Happy Time geprägt, ich werde mit meiner Familie meine beiden ältesten Söhne nebst Frauen besuchen. Auch ihnen vielen Dank für die Einladungen!

Euch allen wünche ich weiterhin gute Weihnachtstage!

Holda Stern

 

 

 

In dunkler Nacht …


… da geschah es, dass ein Kind geboren und geschieht noch heute,
und nicht jedes Kind wird gleich in Windeln gewickelt und heiß geliebt,
nicht jede Mutter hat die Kraft ihrem Kind zu singen,
nicht jeder Vater die Möglichkeit oder den Willen der Mutter beizustehen.

… ich denke gerade in dieser Zeit an all die ungeliebten Kinder,
die es so schwer haben, von Geburt an,
ja, manchmal frage ich mich, wo bleibt das liebende LEBEN selbst, das diesen Kinder doch den Odem eingab?

Die Weihnachtslegende zeigt uns das Wunder des LEBENS und der LIEBE.
Ich wünsche mir, dass diese wundersame Geschichte für jedes Neugeborene wahr wird: Ich wünsche jedem Kind liebende Eltern und ein liebendes, fürsorgliches Umfeld!

Weihnachten 2015 wordpress

Allen Lesern und Leserinnnen wünsche ich eine frohe, geruhsame Weihnacht im Kreise eurer Lieben!

Holda Stern – Sabina

P.S. Beim Malen dieses Weihnachtsbildes musste ich an eines meiner Lieblingsmärchen denken: „Das Mädchen mit den Streichhölzern“ von Christian Anders.
Die vier Kerzen wiederum erinnern an eine Geschichte, die ich vor einigen Jahren hörte: Nur die Kerze der Hoffnung hatte noch den Mut und den Willen weiter zu brennen, während die Kerze der Liebe, des Friedens und der Freude nicht mehr brennen wollen, weil sie in der Welt weder Liebe noch Frieden noch Freude entdecken können. Zum Schluss aber kommt ein Kind herbei. Das zündet mit dem Licht der Kerze der Hoffnung alle andern Kerzen wieder an.

 

An dieser Stelle möchte ich nun noch eine Weihnachtsgeschichte einfügen, die ich bereits vor einigen Jahren geschrieben habe:

 

Bitte, lasst mich in euer Leben …

„Endlich zuhause, ich hab‘ schon gedacht, ich käme nie an!“ Tom hatte kaum die Haustür geschlossen und den Mantel am Haken gehängt, da schimpfte er schon los.

 

Marlis, die gerade eine spannende Weihnachtsgeschichte las, hob kaum den Kopf, als sie ihn hörte. Es war stets dasselbe Liedchen. Vor allem die letzte Dezemberwoche löste bei ihm üble Laune aus. Die Autobahnen verstopft, in den Städten eine Völkerwanderung und die Hauptverkehrsachse durch den alljährlichen Weihnachtsmarkt lahmgelegt. Grund genug, um abends entnervt und müde nach Hause zu kommen. Dennoch war sie seine Nörgeleien Leid und verschanzte sich lieber hinter ihrem Buch.

 

„Na, meine Süße, was liest du da?“ Tom stand plötzlich vor ihr und versuchte den Buchtitel zu entziffern. „Geschichten zur Weihnacht? Hast du noch nicht genug davon? Ich kann das Wort nicht mehr hören!“ Er warf seinen Schlüsselbund achtlos auf den Tisch, griff zur Fernbedienung und schaltete kurzerhand das Radio aus. „Mensch, Marlis, wirst du dieses Stille-Nacht-Gedudel nie müde?“

 

Marlis blickte hoch. „Nein“, sagte sie, „ich mag Weihnachten! Aber ich verstehe, dass dein Heimweg im Moment ein Spießrutenlauf ist.“ Und nicht nur der Heimweg, sondern die gesamte Weihnachtszeit, dachte sie bei sich, doch wie kann ich jemals seine bösen Erinnerungen verscheuchen? Eine traurige Kindheit wiedergutmachen? Zuviel für mich. Sie sah ihn an, und ihre schwarzen Augen spiegelten die einzige Kerze, die Tom im Wohnzimmer duldete, wie Engelslicht in dunkler Nacht wider.

 

Sie ist wunderschön, aber so melodramatisch, fuhr es Tom durch den Kopf. Diese Weihnachtskrippe, die sie unbedingt aufstellen wollte. Rotgoldene Kugeln am Tannenbaum! Wie kitschig! Er versuchte dennoch ein Lächeln, vielleicht konnte er den Abend doch noch in seine Bahnen lenken. Er wusste nämlich, was er von seiner Süßen wollte!

 

Marlis durchschaute ihn sofort. Aber er wird warten müssen, entschied sie. Sie tastete nach einem Päckchen in ihrer Hosentasche. Dort wartete seit drei Tagen eine süße Überraschung! Seine schlechte Laune hatte sie bisher davon abgehalten, es ihm zu sagen. Jedoch heute, am Weihnachtsabend, war bestimmt der richtige Moment!

Er wird jubeln, sobald er es weiß! Sie stand auf und schenkte ihm Champagner ein.

„Meine Süße will feiern, gleich hier oder im Bett?“, feixte er.

Statt einer Antwort fischte Marlis aus ihrer Hosentasche einen kleinen goldenen Briefumschlag. „Still, öffne lieber mein Geschenk!“ Sie legte ihren Zeigefinger auf seine Lippen. „Ich will kein Danke hören, du sollst dich nur riesig freuen, bitte!“

 

Tom riss das das Kuvert auf. Ein schwarz-weiß bedrucktes Bild kam hervor. Nicht größer als ein Zettel. „Was ist das denn?“ rief er.

„Weißt du es nicht? Schau genau hin!“ Marlis zeigte auf ein weißes Feld inmitten eines grauen Kreises.

„Sieht aus wie ‘ne Erbse, aber ich versteh nicht die Bohne, was das soll!“

„Das ist ein Ultraschallbild, es … ist unser Kind!“

„Du machst Witze, oder?“

Marlis fuhr unbeirrt weiter. „Das dunkle Knöpfchen ist sein linkes Auge, und diese kugelige Knospe wird bald sein Ärmchen. Schön nicht?“

„Schön? Wir wollten keine Kinder! Hast du etwa die Pille vergessen?“

„Nein, habe ich nicht! Und ja, wir wollten keine Kinder, aber es ist nun einmal geschehen! Ach Tom, ist dieses Kindchen nicht wie ein Weihnachtsengel, der um Einlass in unser Leben bittet?“ Ihre Stimme stockte und sie verknotete nervös ihre Hände, als sie seine versteinerte Miene sah.

„Du spinnst doch!“ Er griff sie am Unterarm und zwang sie, sich neben ihn zu setzen. „Ein Engel! Dass ich nicht lache. Weißt du, was so ein Engel kostet? Hast du mal darüber nachgedacht? Wie bezahlen wir die Raten für die Villa, für den neuen Porsche? Wir wollten frei sein, uns amüsieren, reisen, aber ohne eine Bande Blagen im Gepäck!“

Marlis weinte inzwischen, jedoch Tom tobte weiter. „Du wirst dieses Kind abtreiben, hörst du!“

Sie schüttelte den Kopf. „Ich töte mein Kind nicht! Niemals!“

„Meine Liebe, ich sage dir eins: Ich oder dieses Kind!“

Marlis hielt sich die rechte Hand vor ihre Lippen. Ihre Schultern bebten, und sie versuchte vergeblich ihr Schluchzen zu unterdrücken.

Tom betrachtete sie hart, dann sprang er auf, ergriff die Schlüssel und schnaubte ihr zu: „Entscheide dich, ich gebe dir zwei Stunden Zeit!“

 

Die Fensterscheiben klirrten, als er die Haustür hinter sich zuwarf.

Er stieg ohne einen Blick zurück zu werfen in seinen nagelneuen Porsche, doch der sprang nicht gleich an, als wollte er die Fahrt verhindern.
Tom gab nicht nach, und so schoss der Sportwagen wenige Minuten später auf die dunkle Landstraße hinaus.

„Zeig, was du kannst, mein Kleiner“, flüsterte Tom erregt, als er auf die Autobahn auffuhr. Die linke Bahn war leer, die Lichter flitzten wie Nachtinsekten vorbei.

Plötzlich aber ging ein Zittern durch das gequälte Fahrzeug. Tom bremste heftig ab, doch der Wagen raste in ungebrochener Geschwindigkeit auf die Leitplanken zu.

Dann, wie aus dem Himmel, ein gleißender Strahl! In Zeit eines Flügelschlags stellte das Auto sich quer zu den Leitplanken und blieb unvermittelt stehen.

Starr vor Schreck blieb Tom sitzen. In seinem Kopf schwirrten Stimmen, schwollen zu einem schmerzhaften Dröhnen an. „Entscheide du dich! Mit dem Herzen!“

„Ja, ja!“, brüllte Tom.

Stille trat ein. Sanft und kühl wie ein Wattebausch mit Rosenwasser getränkt.

Tom dehnte seine Arme, bewegte seine Beine. Mir ist nichts passiert, nicht einmal eine Prellung. Ein Wunder, dass ich noch lebe … und seltsam, dieser Lichtstrahl vorhin, dachte er. Er zitterte, als er das Fahrzeug wieder startete.

 

Marlis Auto stand bei seiner Ankunft nicht mehr in der Garage.

Auf dem Sofa lag ein Zettel: „Ich werde unser Kind nicht töten!“

Er stieß einen bösen Laut aus und zerriss das Papier.

In dem Moment polterte etwas hinter ihm und er wandte sich um.

Auf dem Boden, just vor dem Bücherregal, lag ein dickes, hellgelbes Buch. Sein Deckel zierte ein bunter Clown, der ein tiefrotes Herz vor seine Brust hielt. Es war das Album mit seinen Kindheitsfotos! Hatte er es nicht vor einigen Monaten in den Müll geworfen? Marlis! Aber nein, er hatte es selbst frühmorgens in den Container entsorgt und kurz darauf der Müllabfuhr nachgeschaut. Vielleicht war es doch nicht sein Album … Seine Handflächen begannen zu schwitzen, als er es langsam öffnete.

Wie ein schneeweißer Vogel flatterte etwas zu Boden. Als er es aufhob, erkannte er gleich ein Ultraschallfoto. Nanu, so etwas gab es damals nicht! Hatte Marlis eine Kopie hier versteckt? Etwas flackerte am unteren Bildrand. Zunächst undeutlich, doch dann erkannte er die Inschrift: „† Manuel 24.12.2015“

„Das ist heute!“ Seine Beine knickten ein, wollten ihn nicht mehr tragen. Doch bevor er sich auf die Couch setzen konnte, erklang ein herzzerreißendes Weinen. Drang durch Mauern und Fenster. Er rannte in den Vorgarten, von dort auf die Straße. Jedoch nirgendwo ein Kind zu sehen.

Nur die Alarmanlage seines Porsche hupte wie besessen. „Marlis!“, durchfuhr es ihn wie ein Blitz. War sie zu ihren Eltern gefahren? Und vor allem, war sie unversehrt dort angekommen?

 

Unterwegs schalt er sich selbst. Bestimmt war nur eine Katze auf den Wagen gesprungen und hatte den Alarm ausgelöst, bestimmt schlief Marlis schon tief und fest in ihrem ehemaligen Kinderzimmer. Aber warum schnürte ihm die Angst die Kehle zu? Wenige Minuten später bog er in Marlis Heimatdorf ein.

 

Vor dem Haus seiner Schwiegereltern stand ein Krankenwagen. Während Tom noch einparkte, öffnete sich die Haustür und jemand wurde auf einer Bahre hinausgetragen. Tom rannte hinzu und erkannte gleich das zarte Gesicht, umrahmt von langen dunklen Haaren.

„Marlis, ich bin da, alles wird wieder gut!“ rief er, aber der Pfleger verschloss ohne Zögern die Türen der Ambulanz.

 

„Ihre Frau hat einen guten Schutzengel!“, sagte der Frauenarzt wenige Stunden später zu Tom. „Die Blutungen haben sehr schnell aufgehört, das Embryo ist wohlauf. Übrigens, sie möchte das Kind „Manuel“ nennen. Ein verheißungsvoller Name! Nun … ich will sie nicht länger aufhalten. Gesegnete Weihnachten wünsche ich Ihnen!“

Tom schluckte. „Danke, Ihnen auch, frohes Fest.“

Der Arzt lächelte, dann entfernte er sich. Ein Lichtschimmer, wie Sternenstaub, folgte ihm.

Tom wischte sich die Augen. Ein Schutzengel? Soll ich das glauben oder nicht? Vielleicht gibt es zumindest Weihnachten wirklich …

 

Dann öffnete er behutsam die Tür zum Krankenzimmer. Marlis lag mit geöffneten Augen da und hielt sich die Hände schützend vor den Bauch. „Tom?“, flüsterte sie.

„Pst! Du musst dich jetzt schonen. Dich und diesen … Weihnachtsengel!“ Er strich ihr eine dunkle Strähne aus der heißen Stirn. „Ihr seid doch das Liebste, was ich auf der Welt habe!“

„Ihr?“

„Ja!“ Er räusperte sich und wie ein Bote, der eine gute Nachricht bringt, stellte er sich aufrecht in den Raum. „Hiermit sei es der Welt gekündet: Ab heute sind wir drei! Marlis, Tom und Manuel! Frohe gesegnete Weihnachten wünsche ich euch allen!“